Die Irrlehren des Kurt Tepperwein

Lehren von Kurt Tepperwein - Kritik und Bewertung

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Mit Kurt Tepperwein beschäftigte ich mich schon um die Jahrtausendwende. Ich war damals in der Esoterik und verschlang seine Bücher regelrecht. Insbesondere „Die Geistigen Gesetze“ hatte es mir angetan. Doch nachdem ich zum Glauben an Jesus Christus kam, änderte sich meine Meinung.

Dabei habe ich nicht das geringste gegen ihn persönlich, aber seine Lehren sehe ich inzwischen als Irrlehre an. Letztendlich geht Tepperwein in eine ähnliche Richtung wie „Gesetz der Anziehung“, „positives Denken“ oder „Wünsche ans Universum“.  Er geht davon aus, dass Mensch sein eigener Schöpfer sei und die Dinge, die er sich wünscht manifestieren könne. In Gott sieht er nicht den persönlichen Schöpfergott, an den ich als Christ nun glaube, sondern Gott ist für ihn eine „schöpferische Urkraft“ (aus „Die geistigen Gesetze“, Seite 45):

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Seine Lehre hat er sich aus verschiedenen spirituellen Glaubensrichtungen zusammen gezimmert. Auf dem Bannerbild seines YouTube Kanals prangt eine Buddha-Statue, zudem lassen sich Grundzüge des Daoismus bei ihm erkennen. Gott ist dort nur ein „höchstes Prinzip“. Bei der Lichtarbeit/Energiearbeit bedient er sich im Zusammenhang mit dem Senden von Energie:

Zitat aus „Wirksam beten“, Seite 81.
„Es gibt eine göttliche Energie, die noch kraftvoller ist wie die geistige Energie, die wir „Liebe“ nennen. … Und es  ist eindeutig eine Energie. Für die Astralsinne ist sie wirklich spürbar und von rosa Farbe – keinem farblichen oder stofflichen Rosa, sondern dem Rosa des Lichts wie bei einem Sonnenuntergang. Dies ist eine Energie, die wir bewusst wahrnehmen und an einen anderen weitergeben können.“

Den Sinn des Lebens sieht Kurt Tepperwein darin, zu erkennen, dass man selbst Gott sei. Dies aber ist die große Lüge der Schlange, die schon den ersten Menschen vorlog „Ihr werdet seit wie Gott“ (1 Mose 3,5)
Aus „Die Geistigen Gesetze“, Seite 37.

Sinn des Lebens

Die Wirklichkeit widerlegt diese Aussage zutiefst. Kein Mensch kann wie ein Gott agieren und alles in seinem Leben so manifestieren, wie er es wünscht. Das heisst, wenn man sich nur selbst betrachtet, kann man für sich schon die Lehre Tepperweins widerlegen. Das Leben selbst ist der Beweis. Gewiss können wir Gott im Gebet um vieles bitten, doch in Demut sollten wir dem wahren Schöpfer aller Dinge begegnen und nicht als eine Art ebenbürtiger kleiner Gott.

Gebet vermag vieles, aber die Bibel lehrt, dass das Gebet des Gerechten viel vermag, das heisst des von Gott Gerechtfertigten, dem die Schuld vergeben wurde. Es handelt sich also nicht um ein Universalgesetz, zu dem Tepperwein es aber macht.

„Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.“ (Jakobus 5,16)

Doch zu einem Universalgesetz wird es bei Tepperwein und anderen Vertretern des „Gesetzes der Anziehung“ gemacht. Man müsse es nur manifestieren oder visualisieren, wie man es wünscht und schon würde es mit der Zeit Realität werden. Doch so funktioniert das nicht beim lebendigen Gott. Sicherlich erhört Gott gerne Gebet, aber er ist kein Wunscherfüllungsautomat. Gott ist souverän und wird sich bestimmt keiner angeblichen Gesetzmäßigkeit unterwerfen. Die Bibel lehrt im Namen von Jesus Christus zu beten, das heisst auch im Sinne Gottes zu beten. Sich einfach Reichtum und Wohlstand zu manifestieren ist daher von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Der Sinn des Lebens ist für mich nun ein ganz anderer. Jesus Christus gibt dem Leben Sinn, er ist das Leben (Johannes 14,6). Und das ewige Leben bei Gott ist der Sinn und das Ziel im Leben. Okkulte Lehren wie die von Kurt Tepperwein hindern den Menschen, den wahren Sinn im Leben zu erkennen. Viele Menschen lassen sich eher auf die Esoterik ein statt auf Jesus Christus zu setzen, den einzigen Weg zum Vater. Ich musste auch erst durch manche Tiefen, um dies zu erkennen. Oder besser gesagt, bis Gott es mich erkennen ließ. Ohne Jesus wäre ich heute noch auf einem Weg der Dunkelheit. Aber Jesus ist das Licht des Lebens, er macht Menschen wahrhaft frei.

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